Ruby’s Welt

Ich bin’s, die Ruby

Hallo, ich bin Ruby. Also so werde ich zu mindestens schon immer gerufen. Ich hoffe, dass ich damit auch gemeint bin und nicht jemand anderes. Das wäre sonst ziemlich blöd.

Ich bin eine Mischlingshündin. Aus welchen Rassen ich bestehe weiß ich auch nicht so genau. Auf jeden Fall steckt viel Jack Russel in mir drin. Das haben auch schon meine Herrchen zeitig mitbekommen.

Rechts neben dem Text habe ich mal ein Bild von mir platziert. Das war an dem Tag als ich meine neuen Herrchen zum ersten Mal gesehen habe. Ich habe kurz geschaut wer die fremden Menschen sind und eine Streicheleinheit abgeholt. Mehr konnte ich mit den Fremden nicht anfangen und bin dann schnell wieder zu meinen Geschwistern toben gegangen.

Der Tag der Abholung war gekommen

Ein paar Tage später – mir kam es wie eine Ewigkeit vor, kamen die fremden Menschen, die mich vor ein paar Tagen kurz besucht hatten, noch einmal wieder. Ich hörte nur wie gesagt wurde: “Ruby es geht jetzt los ins neue Zuhause und zwar ins Erzgebirge.” Da war ich schon ein wenig aufgeregt aber auch ängstlich. Ich musste meine Geschwister zurücklassen und ich hatte keine Ahnung was alles auf mich zukommen würde.

Also ließ ich meine neuen Herrchen noch ein wenig zappeln und ließ mir die Leine nicht anlegen. Ich rannte lieber noch ein wenig hin und her. Am Ende ließ ich mir dann doch die schöne rote Leine anlegen und wurde sogar bis zum Auto getragen. Im Auto saß ich zusammen mit meinem Frauchen auf der Rücksitzbank und dann konnte es auch schon los gehen.

Die Fahrt dauerte nach meiner Ansicht ziemlich lange. Wir fuhren von Thüringen nach Sachsen. Meine neuen Herrchen dachten mit mir wird die Fahrt bestimmt entspannt. Am Anfang war es auch so. Jedoch wurde mir dann nach kurzer Zeit durch die Aufregung schlecht. Die vielen Leckereien vom Bauernhof konnte ich leider nicht in mir behalten. 

Endlich im neuen Zuhause

Wir hielten an und mir wurde gesagt: “Ruby wir sind jetzt Zuhause!” Ich dachte mir “zum Glück” – sonst hätte ich mich vielleicht das vierte Mal übergeben. Ich durfte als Erstes auf eine schöne grüne Wiese hinter dem Haus, damit ich noch einmal Pippi machen kann, bevor es in die Wohnung geht.

In mein neues Zuhause wurde ich getragen, weil dort noch zwei Katzen mit rumrennen und die erstmal kurz in ein anderes Zimmer gebracht werden mussten. Die beiden Fellnasen sollte ich aber nach und nach dann kennenlernen, wurde mir versichert. Also genoss ich es von meinem Herrchen getragen zu werden. So schön, wenn man nicht selber laufen muss.

Ich wurde ins Wohnzimmer getragen wo ich erst einmal alles absuchte und mein neues Zuhause begutachtet, ob es mir denn auch gefällt. Aber wo waren meine Geschwister? Sie fehlten mir. Ich war ziemlich fertig von der langen Reise und wollte an diesem Tag einfach nur noch schlafen und mich ausruhen. Das machte ich dann auch und mein erster Tag in meiner neuen Familie ging dann langsam zu Ende. Meine neuen Herrchen haben sogar für mich das Sofa zu einem Bett umgebaut. Wenn ich nachts Pippi musste, konnten sie so viel schneller mit mir in den Garten gehen. 

Die ersten Tage Zuhause

So langsam gefiel mir mein neues Zuhause und ich wurde auch immer neugieriger. Sogar die beiden Fellnasen durfte ich am zweiten Tag schon sehen. Die eine ist schwarz und gefährlich. Ich glaube die mag mich nicht. Ich habe gleich Ihre Krallen zu spüren bekommen. Die Andere hält Abstand und ist aber ganz lieb zu mir gewesen.

Ich konnte auch schon die ersten Spaziergänge erleben. Eigentlich möchte ich aber lieber in meinem neuem Zuhause bleiben. In der Nachbarschaft hat mich gleich ein anderer Hund erschreckt und überall sind so viele andere Gerüche. Also habe ich mich einfach hingesetzt und bin keinen Meter mehr gelaufen. Darum sind meine Herrchen mit mir in ein nahe liegendes Waldstück gefahren, um zu schauen ob ich dort vielleicht Lust habe ein wenig zu spazieren. Ja hier hatte ich sehr viel Lust zu spazieren. Denn im Wald war es sehr viel ruhiger und es waren auch nicht so viele andere Hunde unterwegs.

Bei diesem Spaziergang sind wir dann auch an einem Feld vorbeigekommen. Dort konnte ich hin und her rennen und mit meinen Herrchen spielen. Wenn ihr auf dem Bild links neben dem Text ganz genau hin schaut könnt ihr mich vielleicht auch finden.

Das erste mal Wasser

Da meine Herrchen gemerkt haben, dass ich viel lieber im Wald spazieren gehen als dieses blöde Runde Zuhause, ging es wieder in den Wald auf Entdeckertour. Diesmal habe ich das Wasser entdeckt. 

Das machte Spaß und es war auch eine sehr schöne Abkühlung, denn an diesem Tag war es ziemlich warm. Nach dem Baden habe ich mich im Dreck gewälzt – welche eine Freude!

Mein Herrchen dachte sich er könnte ein bisschen mit mir im Wasser spielen und hat mich auch ein wenig mit Wasser vollgespritzt – das hat mir aber sogar nicht gefallen. Ich denke ich werde in der nächsten Zeit erstmal nicht mehr so nah ans Wasser gehen, nicht dass ich wieder vollgespritzt werde.